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Barra Technologies GmbH

Aus einem Satz wird ein Flugauftrag

KI-gestützte ERP-Plattform für autonome Drohnen-Missionen

Dr. Erik Gerwick

Dr. Erik Gerwick

Barra Technologies GmbH

Forschungszulage

rund 475.000 €

Projektzeitraum

11/2024 – 06/2027

Aufnahme einer fortschrittlichen industriellen Multi-Rotor-Drohne, die eine Offshore-Windkraftanlage auf hoher See unter einem dramatisch bewölkten Himmel inspiziert. Die Drohne schwebt in unmittelbarer Nähe der Rotornabe und der massiven Blätter, ihre Lichter blinken. Die detaillierte Gondel der Windkraftanlage mit der Kennung 'WTG-A42' und einer Zugangsplattform ist im Vordergrund zu sehen. Im Hintergrund erstreckt sich ein weitläufiger Windpark über das dunkle Meer bis zum Horizont.

Die Geschichte in Kürze

01

Herausforderung

02

Unser Beitrag

03

Ergebnis

Eine Drohne, die eine Offshore-Windanlage wartet, empfängt keine Wünsche. Sie bekommt Befehle: Koordinaten, Höhen, Sequenzen, Abbruchbedingungen. Wer diese Befehle heute gibt, schreibt sie von Hand, für genau diese eine Anlage.

Die Barra Technologies GmbH aus Berlin erforscht, ob ein Sprachmodell diesen Schritt übernehmen kann. Aus einer abstrakt beschriebenen Mission werden Steuerbefehle. Wenn die Übersetzung stimmt.

Jede Drohne ein eigenes Projekt

Wer Drohnen in industrielle Abläufe integrieren will, startet bislang ein Softwareprojekt. Individuell, aufwendig, kaum wiederverwendbar. Die Anbindung an die ERP-Prozesse wird jedes Mal neu gebaut, mit langen Entwicklungszeiten und hohen Integrationskosten.

Eine generische Lösung existiert nicht. Es gibt keine Software, die missionskritische Logik in ERP-nahe Prozesse integriert und gleichzeitig nativ mit autonomen Drohnen kommuniziert. Genau diese Lücke adressiert das Vorhaben mit einer modularen, domänenspezifisch erweiterbaren Architektur statt einer weiteren Speziallösung.

Barra Technologies: Software-Architektur aus Berlin

Die Barra Technologies GmbH sitzt in der Strelitzer Straße in Berlin-Mitte, mit einem zweiten Standort in München. Das Haus entwickelt Software- und Architekturlösungen für Kunden verschiedener Branchen — mit einem Anspruch auf Systeme, die skalieren und lange tragen.

Seit November 2024 läuft parallel dazu ein Forschungsvorhaben, das über Auftragsarbeit hinausgeht: eine generische Plattformarchitektur für autonome Drohneneinsätze. 156,6 Personenmonate, 25 Mitarbeitende im Unternehmen, komplett aus eigenen Mitteln finanziert.

Eine Sprache für Missionen

Der Kern der Architektur ist eine domänenspezifische Sprache. Statt jede Mission auszuprogrammieren, wird sie abstrakt beschrieben — auf einer Ebene, die Fachleute aus Offshore-Wartung, Logistik oder Landwirtschaft formulieren können, ohne Flugsoftware zu schreiben.

Ein Sprachmodell übersetzt diese Beschreibung zur Build- und zur Laufzeit in drohnenverständliche Befehlssequenzen und übermittelt sie an die Ground-Control-Station. Die Anbindung läuft über MAVLink, REST und TCP; Air- und Ground-Module hängen über eine gemeinsame Schnittstelle zusammen.

Sieben Meilensteine strukturieren die Arbeit: vom Lightweight-ERP-Prototyp über das lesende und schreibende Drohnen-ERP bis zur KI-gestützten Missionsorchestrierung, die domänenspezifische Anforderungen dynamisch in Befehle umwandelt.

Die Nachforderung entschied

Im Oktober kam die Nachforderung. Für viele Antragsteller ist das der Moment, in dem sie mit einer Ablehnung rechnen. Tatsächlich ist es der Moment, in dem die Bescheinigungsstelle noch nicht überzeugt ist, aber überzeugt werden will.

Die Begründung des Bescheids sagt das ungewöhnlich deutlich. Zur Neuartigkeit hält die BSFZ fest, die grundlegenden Ziele seien „in der Antwort auf die Nachforderung nachvollziehbar beschrieben" worden und erst „anhand der nachgereichten Informationen" sei der Erwerb neuer Kenntnisse erkennbar. Beim Kriterium Risiko verweist sie ebenfalls ausdrücklich auf die nachgereichten Ausführungen.

Banhoek Consulting formulierte diese Antwort. Entscheidend war, die Neuartigkeit nicht im Einsatz von Sprachmodellen zu verorten, sondern in der abstrahierten Missionsmodellierung und der generischen, erweiterbaren Plattformarchitektur — und die Risiken so konkret zu benennen, dass die Bescheinigungsstelle sie in ihrer eigenen Begründung zitieren konnte. Der Bescheid kam zwei Wochen später.

Warum Risiken der stärkste Teil eines Antrags sind

Viele Unternehmen schreiben Anträge wie Verkaufsprospekte. Alles funktioniert, alles ist durchdacht, alles wird klappen. Das ist der sicherste Weg zur Ablehnung — denn ohne Unwägbarkeit gibt es keine Forschung, sondern nur Entwicklung.

Ob sich Multi-Stakeholder-Prozesse überhaupt standardisiert und ausfallsicher abbilden lassen, ist offen. Die Bescheinigungsstelle griff die Formulierung von den „instabilen oder unbrauchbaren Kommandosequenzen" auf und erklärte das Kriterium der Unwägbarkeit für erfüllt.

Ein Sprachmodell, das eine Flug-Mission falsch übersetzt, ist ein Risiko. Dort liegt unsere Forschung.

Dr. Erik Gerwick

Barra Technologies GmbH

Tino Heidötting, Geschäftsführender Gesellschafter von medo check
Medo Check GbR

Gesundheit & Medizintechnik

Software & IT

Über Daten zu Therapie-Erfolgen

Personalisierte Trainingstherapie mit KI – und rund 370.000 € Forschungszulage für die Entwicklung.

Die Forschungszulage verschafft uns Freiräume zum Forschen – Banhoek hat die Argumente geliefert, die den Ausschlag gaben.

Tino Heidötting

Geschäftsführender Gesellschafter von medo check

Über Daten zu Therapie-Erfolgen
Philipp Nienhaus, Projektingenieur Produktion
Fraisa GmbH

Industrie & Maschinenbau

Präzision neu gedacht

KI erkennt Werkzeugverschleiß und unterstützt die Wiederaufbereitung. Banhoek machte die Forschung im Antrag greifbar.

Dank Banhoek Consulting konnten wir uns auf die technische Umsetzung konzentrieren und hatten die Sicherheit, dass unser Projekt förderfähig ist.

Philipp Nienhaus

Projektingenieur Produktion

Präzision neu gedacht
Eric Dörheit, CEO und Co-Founder der Data Spree GmbH
Data Spree GmbH

Industrie & Maschinenbau

Software & IT

KI statt Fließband-Kontrolle

Industrielle Bildverarbeitung mit Low-Code-KI: Forschungszulage schafft finanziellen Spielraum für die Entwicklung.

Dank Banhoek konnten wir eine hochkomplexe KI-Innovation durch staatliche Förderung refinanzieren – schnell, effizient und ohne Stress.

Eric Dörheit

CEO und Co-Founder der Data Spree GmbH

KI statt Fließband-Kontrolle

Dipl.-Kfm. Markus Pöhlmann

Geschäftsführender Gesellschafter
Banhoek Consulting: Ihre Experten für die Beantragung der Forschungszulage. Über 100  erfolgreiche Anträge, Erfolgsquote  >95%. Mehr als 30 Mio. € Förderung für unsere Kunden erzielt.   

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