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VidLab7 GmbH

Sechs Modelle, ein Gesicht

Multimodale Echtzeit-KI-Pipeline für autonome Avatare

Fabian Beringer

Fabian Beringer

CEO und Mitgründer der VidLab7 GmbH

Forschungszulage

etwa 370.000 €

Projektzeitraum

07/2024 – 12/2025

Super-fotorealistische Illustration eines Gesprächs zwischen einem Menschen und einem digitalen Avatar. Sechs zusammenlaufende Lichtlinien symbolisieren die KI-Modelle, die hinter einem gesprochenen Satz parallel arbeiten. Das Motiv steht für die Forschung der VidLab7 GmbH zur verzögerungsfreien Synchronisation interaktiver Avatare.

Die Geschichte in Kürze

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Herausforderung

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Unser Beitrag

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Ergebnis

Ein Avatar, der eine halbe Sekunde zu spät antwortet, ist kein Avatar mehr. Er ist eine Software, die man beim Nachdenken beobachtet. Der Unterschied zwischen Gegenüber und Werkzeug liegt im Millisekundenbereich.

Hinter einem einzigen gesprochenen Satz arbeiten sechs KI-Modelle gleichzeitig. Die VidLab7 GmbH aus München hat erforscht, wie man sie so synchronisiert, dass niemand die Naht sieht.

Gute Einzelteile, kein Ganzes

Die Bausteine gibt es längst. Spracherkennung, Sprachmodelle, Sprachsynthese, Diffusionsmodelle für Bildsynthese, Emotionserkennung — jedes für sich leistungsfähig und verfügbar.

Was fehlte, waren die Verfahren dazwischen. Es existierten keine etablierten Methoden, um diese Module unter Echtzeitbedingungen zuverlässig zu synchronisieren, Übergaben zwischen ihnen adaptiv zu steuern und dabei konsistente Reaktionen in Sprache, Bild und Emotion zu erzeugen. Wer sechs Modelle parallel laufen lässt, bekommt Latenzsprünge, Kontextverluste und ein Gesicht, dessen Mimik nicht zu dem passt, was der Mund sagt.

VidLab7: KI-Avatare aus München

Die VidLab7 GmbH wurde 2024 in München von Fabian Beringer und Georgi Anastasov gegründet. Beringer hatte zuvor bereits das KI-Unternehmen e-bot7 aufgebaut und 2021 verkauft. Die Plattform erzeugt KI-Avatare, die in Marketing und Kundenservice eigenständig agieren — angebunden an Salesforce und HubSpot.

Von Juli 2024 bis Dezember 2025 lief parallel zum Produktaufbau ein Forschungsvorhaben: 98,5 Personenmonate an einer multimodalen Echtzeitarchitektur. Neun Vollzeitkräfte im Unternehmen, ergänzt um externe Entwicklungspartner.

Die Sekunde als Grenze

Das Ziel war klar beziffert: Die gesamte Kette von der erkannten Sprache bis zum gerenderten, sprechenden, mimisch passenden Avatar sollte unter einer Sekunde bleiben. Ob das überhaupt erreichbar ist, war zu Projektbeginn offen — bei parallelen Modellaufrufen, GPU-Encoding und gleichzeitiger Kontextfusion.

Erforscht wurden Verfahren auf mehreren Ebenen: eine latenzarme Pipeline mit Modellkompression und GPU Scheduling, multimodale Kontextfusion, robuste Zero-Shot-Avatarerzeugung und eine adaptive Orchestrierung, die mehrere spezialisierte Module unter wechselndem Kontext koordiniert.

Die offenen Fragen waren anspruchsvoll: Timing Jitter. Artefaktbildung bei Zero-Shot-Generierung. Skalierungsgrenzen beim RAG-Retrieval über große Dokumentenmengen. Und die Frage, ob die Orchestrierung stabil bleibt, wenn ein Gespräch unvermittelt das Thema wechselt.

Warum eine Pipeline Forschung ist

Der schwierigste Punkt im Antrag war die Abgrenzung zum Stand der Technik. Wer STT, LLM und TTS einsetzt, nutzt bekannte Technologien — das allein trägt keine Bescheinigung. Entscheidend war der Nachweis, dass die Neuartigkeit nicht in den Modellen liegt, sondern in den Schnittstellen, Synchronisationsverfahren und Steuerungslogiken zwischen ihnen.

Banhoek Consulting stellte die Anforderung an Echtzeitsynchronisation, die Kopplung heterogener Modellklassen und die eigens zu entwickelnden Prüfverfahren für sprachliche und visuelle Konsistenz in den Mittelpunkt. Die Bescheinigungsstelle folgte dieser Argumentation ausdrücklich und hielt fest, dass sich die Arbeiten hinreichend von routinemäßigen Änderungen an bestehenden Lösungen abgrenzen lassen.

Der Bescheid kam am 5. Februar 2026. Alle drei Kriterien erfüllt — Neuartigkeit, Unwägbarkeit, Planmäßigkeit.

Was Startups übersehen

Junge KI-Unternehmen halten sich selten für Forschungsunternehmen. Sie bauen ein Produkt, lösen dabei Probleme, für die es keine Blaupause gibt, und nennen das Entwicklung. Genau diese Probleme sind aber der Kern dessen, was das Forschungszulagengesetz fördert.

Wer das erst nach der Finanzierungsrunde entdeckt, hat trotzdem nichts verloren. Aufwände aus zurückliegenden Jahren bleiben rückwirkend förderfähig. Und anders als Wagniskapital kostet die Forschungszulage keine Anteile.

Der Unterschied zwischen glaubwürdig und unheimlich sind ein paar hundert Millisekunden.

Fabian Beringer

CEO und Mitgründer der VidLab7 GmbH

Tino Heidötting, Geschäftsführender Gesellschafter von medo check
Medo Check GbR

Gesundheit & Medizintechnik

Software & IT

Über Daten zu Therapie-Erfolgen

Personalisierte Trainingstherapie mit KI – und rund 370.000 € Forschungszulage für die Entwicklung.

Die Forschungszulage verschafft uns Freiräume zum Forschen – Banhoek hat die Argumente geliefert, die den Ausschlag gaben.

Tino Heidötting

Geschäftsführender Gesellschafter von medo check

Über Daten zu Therapie-Erfolgen
Philipp Nienhaus, Projektingenieur Produktion
Fraisa GmbH

Industrie & Maschinenbau

Präzision neu gedacht

KI erkennt Werkzeugverschleiß und unterstützt die Wiederaufbereitung. Banhoek machte die Forschung im Antrag greifbar.

Dank Banhoek Consulting konnten wir uns auf die technische Umsetzung konzentrieren und hatten die Sicherheit, dass unser Projekt förderfähig ist.

Philipp Nienhaus

Projektingenieur Produktion

Präzision neu gedacht
Eric Dörheit, CEO und Co-Founder der Data Spree GmbH
Data Spree GmbH

Industrie & Maschinenbau

Software & IT

KI statt Fließband-Kontrolle

Industrielle Bildverarbeitung mit Low-Code-KI: Forschungszulage schafft finanziellen Spielraum für die Entwicklung.

Dank Banhoek konnten wir eine hochkomplexe KI-Innovation durch staatliche Förderung refinanzieren – schnell, effizient und ohne Stress.

Eric Dörheit

CEO und Co-Founder der Data Spree GmbH

KI statt Fließband-Kontrolle

Dipl.-Kfm. Markus Pöhlmann

Geschäftsführender Gesellschafter
Banhoek Consulting: Ihre Experten für die Beantragung der Forschungszulage. Über 100  erfolgreiche Anträge, Erfolgsquote  >95%. Mehr als 30 Mio. € Förderung für unsere Kunden erzielt.   

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